Haftung eines Kassenvertragsarztes für seine Urlaubsvertretung

Ein Kassenvertragsarzt, er ist Facharzt für Radiologie, ließ sich in seiner Ordination von einem Kollegen vertreten. Der Vertreter führte an einem Patienten eine Darmuntersuchung durch. Mit der Begründung, die Darmuntersuchung sei mangelhaft gewesen, weil ein Tumor nicht erkannt worden sei, begehrte der Patient Schadenersatz gegen den Kassenarzt direkt. Der OGH (4Ob210/07x) kam zu dem Ergebnis, dass ein abwesender Kassenvertragsarzt für ein Fehlverhalten des in seinem Auftrag in seiner Ordination tätigen Vertreters haftet, sofern ein die Ordination aufsuchender Patient vor der Behandlung über den Vertretungsfall nicht aufgeklärt wird. Dadurch würde er nämlich nach seinem Erkenntnishorizont den Eindruck gewinnen, vom (tatsächlich abwesenden) Ordinationsinhaber oder zumindest innerhalb seines Verantwortungsbereichs behandelt zu werden.






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