Erhaltungsarbeiten an Haus in Wohnungseigentum - Zwangsverwaltung

Ein Auftrag an einen Vermieter, am Hause Erhaltungsarbeiten durchführen zu lassen, bildet einen vollstreckbaren Exekutionstitel. Wenn an dem Haus nachträglich Wohnungseigentum begründet wird, sind an den Auftrag sämtliche Mit- und Wohnungseigentümer der Liegenschaft gebunden. Die Vollstreckung eines solchen Auftrags erfolgt ausschließlich durch die Bestellung eines Zwangsverwalters mit dem alleinigen Ziel, die Durchführung der aufgetragenen Arbeiten zu veranlassen. Im Rahmen der ihm obliegenden ordentlichen Verwaltung eines im Wohnungseigentum stehenden Hauses hat der bestellte Zwangsverwalter auch die Rücklage heranzuziehen. Er kann dabei nicht nur auf die bestehende Rücklage greifen, sondern - sollte diese nicht ausreichen - auch Rücklagenbeiträge in angemessener Höhe festsetzen, vorschreiben und notfalls im Klageweg eintreiben (OGH 5Ob239/07v).






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