Namensrecht der Kinder nach Scheidung

Die Mutter zweier Kinder hat nach der Scheidung vom Vater der Kinder wieder ihren Mädchennamen angenommen. Die beiden Kinder (9- und 7-jährig) wünschten, vertreten durch die Mutter, die Namensänderung auf eben diesen Mädchennamen, zumal sie die überwiegende Zeit mit ihrer Mutter verbrächten. Der Vater begründete seine Weigerung damit, dass die Namensänderung einen Loyalitätskonflikt auslöse und die Kinder von der Mutter unter Druck gesetzt würden.

Der OGH (2Ob195/07a) kam zu dem Ergebnis, dass die Ersetzung der Zustimmung des Vaters in einer "wichtigen Angelegenheit" wie dieser an sich möglich sei. Weiters sei eine Abwägung vorzunehmen: Auf der einen Seite stehe die Herstellung der Gleichheit des Familiennamens der Kinder mit dem der neuen Familie. Auf der anderen Seite die Bedenken des Vaters bezüglich der Entfremdung der Kinder ihm gegenüber. Hierzu müsse das Erstgericht den Willen der Kinder erforschen und sie ohne Beisein der Eltern befragen.






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